9.November 2012: Überregionale Demonstration unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung“

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert und zerstört, Menschen gedemütigt, brutal überfallen und ermordet. Etwa 30.000 Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager deportiert. Die Gewalt der Novemberpogrome vom 7. -13. November 1938 fand am 9. November ihren vorläufigen Höhepunkt. Diese schrecklichen Gewalttaten lag der vom nationalsozialistischen Regime propagierte Antisemitismus zu Grunde, welcher von weiten Teilen der Bevölkerung mitgetragen wurde. Jene unvorstellbaren Ereignisse dieser Nacht gehen als Reichspogromnacht in die Geschichte ein.

Die Novemberpogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung seit 1933 zur systematischen Verfolgung, welche knapp drei Jahre später in den Holocaust an europäischen Jüdinnen und Juden im Machtbereich der Nazis mündete. Bis 1945 wurden mehr als 6 Millionen Menschen ermordet. (mehr…)

Gedenk-Veranstaltung zum 70. Todestag von Johannes Flintrop

Heute wie damals:
Unmut gegen Nazis zum Ausdruck bringen.

Wer war Johannes Flintrop eigentlich?

Johannes Flintrop wurde am 23.05.1904 in Wuppertal-Barmen geboren. Er wuchs in einem schlichten katholischen Elternhaus auf. Nach seinem Besuch des Gymnasiums in Barmen, studierte er Theologie und Philosophie und wurde 1927 im Kölner Dom zum Priester geweiht. Zunächst wirkte Flintrop für 4 Jahre als Kaplan in der Pfarrei Herz Jesu in Köln-Mülheim. Seit 1932 war er dann Kaplan an der Lambertuskirche zu Mettmann. Ob Altar, Kanzel, Beichtstuhl, Unterricht, Vereinsleben, Kranken- und Hausseelsorge: Kaplan Flintrop war immer eifrig und unermüdlich im Einsatz. Zehn Jahre war er Präses und Bezirkspräses der Mettmanner Kolpingsfamilie.

Johannes Flintrop hat sich in der Zeit des Nationalsozialismus für Aufrichtigkeit, Wahrheit und Menschenwürde eingesetzt. Er stand wegen kritischer Äußerungen gegenüber dem Nazi-Regime unter besonderer Beobachtung. (mehr…)

Bewährungsstrafe für Wuppertaler Neonazi

Wuppertal – Mit einer 14-monatigen Haftstrafe auf Grundlage des Jugendstrafrechts endete am gestrigen 11. Juli ein Prozess vor dem Amtsgericht Wuppertal gegen einen 19-jährigen Wuppertaler Neonazi. Angeklagt war Tim S., der den “Nationalen Sozialisten Wuppertal” zugerechnet wird, wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung, einmal in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung. Die Haftstrafe wurde drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Hinzu kommen diverse Auflagen. (mehr…)

Gründung des Antifaschistische Bündnis Kreis Mettmann

Das „Antifaschistische Bündnis Kreis Mettmann“ versteht sich als Zusammenschluss antifaschistischer Gruppen und Einzelmenschen aus den 10 Gemeinden (Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld (Rheinland), Mettmann, Monheim am Rhein, Ratingen, Velbert, Wülfrath) des Kreises Mettmann.

Mit der Gründung des Bündnisses sollen antifaschistische Aktionen sowohl im Kreis Mettmann, als auch in einzelnen Gemeinden besser koordiniert werden. Dabei sollen Antifaschisten und Antifaschistinnen aus dem Kreis Mettmann gegenseitig von sich profitieren und ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden. (mehr…)

Broschüre über Nazistrukturen in Wuppertal

Kampagne

Seit geraumer Zeit machen sich in Wuppertal Neonazis unter dem Gruppenlabel “Nationale Sozialisten Wuppertal”(NaSoWPT) breit. Diese verfügen mittlerweile über gefestigte Strukturen, sind gut mit anderen Neonazigruppen vernetzt und haben ein vergleichsweise hohes Mobilisierungspotenzial. Längere Zeit besaßen diese eine WG in der Kaiserstraße 30 in Vohwinkel, die für Gruppenplenas; Saufgelage und als Ausgangspunkt für Übergriffe diente.
Zahlreiche (gewalttätige) Übergriffe; Schmierereien im gesamten Stadtgebiet und einige Demonstrationen & Kundgebungen gehen auf ihr Konto. (mehr…)